"(...) Denn als politisch aktiv lässt sich auf alle Fälle auch die Arbeit der
beiden Regisseure Stefan Hillebrand und Oliver Paulus begreifen. (...) ,
trifft man bei Hillebrand und Paulus auf richtige Menschen - die mit Dialekten,
Warzen, seltsamen Gesichtsausdrücken und Kleinwüchsigkeit geschlagen sind.
Und wie diese Figuren aufeinanderprallen, wie unvorbereitet, ohne Stoßdämpfer
und aus der reinen Triebfeder unverarbeiteter Affekte heraus - das ist belustigend
und berührend, wie kommunikativer Autoscooter im unterschwellig erotisierten
Berufs- und Heimalltag."
Eva Marz in der Süddeutschen Zeitung
"(...) In "Wir werden uns Wiedersehen" sucht man vergebens nach der großen Liebe.
Was man findet, ist der Traum davon. Es geht um Menschen, die sich nach überbordender
Leidenschaft sehnen - und eine abgestandene Affäre kriegen. Diese Lebensgier
verlegen Stefan Hillebrand und Oliver Paulus: ins Altenheim.
Daraus entstehen kleine Episoden voller Wärme, etwa wenn Holger mitten in
der Nacht am Bett der senilen Frau Kramer steht und wie eine Möwe gurrt,
weil sie so gern ans Meer will. "Wir werden uns Wiederseh´n" ist einer der
zugleich schmerzlichsten und witzigsten Beiträge der SWR-Reihe "Debüt im Dritten"."
Sarah Stricker in der TAZ
"...Das klingt vielleicht ein wenig so, als mache sich "Wir werden uns Wiederseh´n"
über sein Figuren grob lustig. Das Gegenteil ist der Fall: einen warmherzigeren,
lebensklügeren, mitfühlenderen Film, der seine Figuren zu vermitteln,
nicht zu verheizen sucht, wird man derzeit kaum finden. (...) Hier werden bedrückende
Seiten der Wirklichkeit - die triste Selbsthilfegruppe für sexbesessene
Männer etwas - zu wunderlichen Grotesken, ohne das der zugrunde liegende Ernst
verloren geht. Daneben wirken viele hochgelobte Werke des neuesten deutschen Kinos
wie kühle Reißbrettprodukte. Die unaufdringlich erfinderische, nie diktatorische
Kamera von Daniela Kanpp zeigt Momente des Stadtlebens und Winkel des Altersheims
nicht als Banalitäten, sondern als Schmuckfassungen der als Unikate betrachteten
Figuren - auch die Bilder sind wunderbar frischer, unverbogener Menschlichkeit."
Thomas Klingenmaier in der Stuttgarter Zeitung
"Teils improvisierter, und mit famosen Laien besetzter Kleinfilm über die Angst
vorm Altern und dem Alleinsein. Einfach wunderbar! Kleiner Film mit Herz."
TV Spielfilm
"Das Einschalten lohnt sich. Die Regisseure Oliver Paulus und Stefan Hillebrand
schufen ein kleines Kunstwerk im Doku-Stil mit herrlichen verschrobenen Ideen -
und unglaublich authentisch agierenden Darstellern."
TV Movie
"Ein Altersheim voller Poesie und Zärtlichkeit!"
L´Arena di Verona
Pressestimmen zum vorgezogenen Kinostart:
"Wir werden uns Wiederseh´n ist ein zugleich amüsanter und ergreifender Film
über die Einsamkeit.... Das schönste an diesem Film jedoch ist, dass er jeder
Figur ihre eigene Erlösung gönnt, ohne dabei in kitschige Seichtigkeit oder
bleischwere Melancholie abzugleiten. Da gibt es Frauen, die endlich loslassen können,
Männer, die Bäume umarmen, Herrn Neumann, der nicht mehr verwirrt über die
Flure schlurfen muss, Musik im Kühlhaus und Gummibäume, die wachsen."
DIE RHEINPFALZ
"Vor allem sind es die Laiendarsteller wie Liselotte Langer in der bezaubernden
Rolle der Frau Kramer, die dem Streifen mit ihrem Spiel zu wahrhafter Lebensnähe verhilft."
MANNHEIMER MORGEN
"Das Leben ist zu kurz, um schlecht drauf zu sein. So könnte die Message lauten,
die der Film "Wir werden uns Wiederseh´n" dem Kinobesucher mit auf den Weg gibt.
Oder: Alter spielt keine Rolle, wenn es um Sehnsucht, Liebe oder Trauer geht."
DIE WELT kompakt
"... Das Prinzip, nicht am Set, sondern in realen Lebenswelten, wie dem
Richard-Böttger-Pflegeheim oder Privatwohnungen zu drehen, verleiht dem Film
gleichzeitig eine ine bestechende Authentizität. Hinzu kommt die außergewöhnliche
Kameraführung von Daniela Knapp, die sich Zeit lässt - für Blicke auf scheinbar
alltägliche Gegenstände, die einmal ins Blickfeld geraten, viel über die Lebenswelt
von Menschen erzählen."
WORMSER ZEITUNG
Weitere Pressestimmen:
"... die Zwei-Mann-Selbsthilfegruppe der anonymen Sexaholiker oder die wiederkehrenden
Auftritte der Band Mardi Gras BB, die einer Heimbewohnerin als Geister erscheinen,
verbinden die Story dafür zu einer herrlich unvorhersehbaren Humoreske,
wie sie das Leben wirklich schreiben könnte. (...) Die vielen skurrilen Kleinigkeiten
und Menscheleien schaffen so ein Panoptikum eines Lebensabschnitts, der so behutsam
und offen humorvoll selten dargestellt wurde, so dass das beruhigende Gefühl bleibt,
dass es zwar kein Patentrezept für das Leben gibt, aber an dessen Ende alle den selben Weg beschreiten werden."
www.film-sprache.de
„Man sollte die Dinge ja nie zu früh loben, aber möglicherweise habe ich den schönsten
Film der diesjährigen Filmtage schon heute Abend gesehen. Von Oliver Paulus und
Stefan Hillebrand waren hier schon der Kurzfilm "Die Wurstverkäuferin" zu sehen
und 2003 der improvisierte Langspielfilm "Wenn der Richtige kommt" und jetzt haben
die beiden mit ihrer einzigartigen Methode und ihrem kurligen, liebenswert
verschrobenen Stil einen neuen Film gemacht: "Wir werden uns Wiederseh'n"
spielt in erster Linie in einem Altersheim, viele der Protagonisten sind absolut
umwerfend und der Film hat einen tragikomischen Charme, den man lange suchen
kann im Kino. Zuviel sollte man nicht verraten von der Geschichte, denn sie hat
dauernd wieder kleine Überraschungen zu bieten. Und die Musik ist noch einmal eine
Freude für sich. Paulus und Hillebrand sind noch immer so etwas wie ein öffentlicher
Geheimtipp. Aber die erste Festivalretro lässt wohl nicht lange auf sich warten
und die beiden haben mit ihrem Eigensinn eine unverkennbare Zukunft.“
Michael Sennhauser vom Schweizer Radio DRS
„Das Resultat ist eine herzerwärmende Komödie um kleine, einsame Menschen,
ein ganz und gar eigenständiges Feelgood-Movie , aber ohne Seichtheiten oder falsche Kompromisse.“
Thomas Allenbach, DER BUND – Berner Zeitung
„Kunstvoll verbindet sich die dokumentarische mit der fiktiven Handlungsebene.
Bittersüß fängt die nostalgische Filmmusik der Mannheimer „Mardi Gras Brass Band“
dabei die Bilder auf in diesem wahrhaftigen kleinen Filmkunstwerk.“
WELT kompakt
„Herrlich schräg!“
Mannheimer Morgen
„Prädikat: Auf jeden Fall ansehen!“
SWR 4
„Die hohe Schule der Improvisation, die die Regisseure Hillebrand und Paulus von
ihren Darstellern einfordern, lässt tatsächlich sehr berührende Leistungen von
Profis wie von Laien zutage treten,....Das Mittel der Improvisation erzeugt
einerseits den Eindruck einer realistischen Annäherung, andererseits entstehen
dabei freie Momente reinen Schauspiels.“
Rhein-Neckar-Zeitung
„Nachhaltigen Eindruck hinterließ dagegen Stefan Hillebrands und Oliver Paulus
„Wir werden uns Wiedersehen“, die sensible Betrachtung von Einsamkeit, Liebe und Tod in
einem Altenheim.“
EPD Film